5. Internationales Symposium Herzfrequenzvariabilität

Gesundheitsförderung, Trainingssteuerung, Biofeedback
Satellitensymposium: Training und Therapie in künstlicher Höhe

Themen und Inhalte
Die Herzfrequenzvariabilität als Marker der autonomen Regulation ist seit den 1990er Jahren in der Kardiologie und Diabetologie etabliert. Seit einigen Jahren rückt sie zunehmend ins Blickfeld von Sportwissenschaftlern, Psychologen und Biologen. Vor allem neuere Mess- und Analyseverfahren ermöglichen es, die HRV-Analyse auch auf anspruchsvolle angewandte Fragestellungen auszudehnen. Das 5. Int. HRV-Symposium setzt daher auf eine interdisziplinäre Ausrichtung und möchte die Bedeutung der Herzfrequenzvariabilität bzw. der autonomen Regulation im Kontext von Gesundheitsförderung, Trainingssteuerung und Biofeedback herausstellen. Die Stärkung physischer Gesundheitsressourcen und die Verminderung von Risikofaktoren erfordert ein auf die individuelle Belastbarkeit abgestimmtes Herz-Kreislauf-Training. Aktuelle Studien zeigen, welchen Input hierzu ein HRV-kontrolliertes Training leisten kann. Auch in der Steuerung eines leistungssportlichen Trainings scheint die HRV zunehmend einen festen Platz einzunehmen. Sie kann als sensibler Marker der Individualisierung und Feinabstimmung der Trainingsbelastungen fungieren. Ein sehr großes HRV-Anwendungsfeld entwickelt sich derzeit im Bereich des systematischen Biofeedbacks, welches die enge Wechselbeziehung zwischen Atmung und Herzfrequenzmodulation gezielt ausnutzt. Diese Biofeedback-Methode findet nicht nur in der psychosomatischen Behandlung von Stress, Depression und Angst Einsatz, sondern zunehmend auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement und im Sport, also überall dort, wo die innere Balance zwischen den gestellten Anforderungen und den eigenen Fähigkeiten der Bewältigung `aus dem Lot` geraten kann. Gezieltes kardiorespiratorisches Biofeedback leistet in diesem Kontext einen Beitrag, um Nervosität und Anspannung zu reduzieren und im entscheidenden Augenblick konzentriert und fokussiert zu sein.
In einem weiteren Schwerpunkt wird der Einfluss künstlicher Höhenexposition auf die autonome Regulation anhand jüngster Studienergebnisse thematisiert. Eingebettet ist dieser Teil durch ein vorgeschaltetes Satellitenprogramm zum Thema „Training und Therapie unter künstlicher Höhe“.
Die dvs Arbeitsgruppe Herzfrequenzvariabilität und das Department Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität laden herzlichst zum 5. Int. HRV-Symposium ein. Mit dieser Einladung verbinden wir den "call for papers" und ersuchen um die Einreichung wissenschaftlicher Beiträge in Form von Vorträgen und Postern bis zum 15. Juni 2010. Wir freuen uns besonders über Beiträge zu den Themenfeldern:
 
1. HRV im Kontext von Gesundheitsförderung, Belastungssteuerung, Biofeedback
 
2. HRV und Höhenbelastung
 
3. Training und Therapie in künstlicher Höhe
 
Darüber hinaus sind natürlich auch Beiträge zu anderen HRV-Forschungs- und Anwendungsfeldern herzlich willkommen.  

Veranstalter: Department Sportwissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Ausrichter: Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung der Martin-Luther-Universität

Ort: Hörsaalgebäude (Audimax) der Martin-Luther-Universität, Universitätsplatz, Halle (Saale)
Termin: Freitag, den 29.10.2010 (17.00 Uhr) bis Samstag, den 30.10. 2010 (18.00 Uhr)

Weitere Infos unter www.hrv-sport.de